Hebammen: Stellenangebote
Hebammen begleiten Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit. Die Geburtshilfe ist ihnen und den Ärzten vorbehalten, und seit 2020 führt ein duales Studium von sechs bis acht Semestern in den Beruf. Hier finden Sie Stellen aus Kreißsälen und Wochenbettstationen der Kliniken.
Hebammen: Stellenangebote in Zahlen
Auswertung der aktuell 24 offenen Stellen in dieser Kategorie auf pflegejobs-direkt.de, täglich aktualisiert.
Wie wird man Hebamme, und was ist der Beruf?
Hebammen betreuen Frauen von der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit: Vorsorgeuntersuchungen, Geburtsvorbereitung, die Leitung der Geburt, Versorgung von Mutter und Kind im Wochenbett und Stillberatung. Die Geburtshilfe ist eine vorbehaltene Tätigkeit, die neben Ärzten nur Hebammen ausüben dürfen (§ 4 Hebammengesetz). Die Berufsbezeichnung Hebamme gilt für beide Geschlechter (§ 3). Angestellte Hebammen arbeiten in Kreißsaal und Wochenbettstation im Schichtdienst, freiberufliche Hebammen betreuen Vor- und Nachsorge zu Hause, leiten Kurse und begleiten Geburten im Geburtshaus oder als Beleghebamme in der Klinik.
Seit 2020 ist die Ausbildung ein duales Studium. Es dauert mindestens sechs und höchstens acht Semester, verbindet einen hochschulischen mit einem berufspraktischen Teil von jeweils mindestens 2.200 Stunden und endet mit einer staatlichen Prüfung und dem akademischen Grad (§ 11 Hebammengesetz). Zugang haben Bewerber mit zwölfjähriger Schulbildung oder einer abgeschlossenen Ausbildung in der Pflege (§ 10). Die frühere fachschulische Ausbildung läuft nach einer Übergangsregelung aus, ihre Abschlüsse gelten unverändert.
Die Zahl der Stellen auf dieser Seite ist klein, weil viele Hebammen freiberuflich arbeiten und Kliniken ihre Kreißsäle zum Teil mit Beleghebammen besetzen. Zum Stichtag 9. September 2026 stammten fast alle Anzeigen aus Krankenhäusern, darunter Universitätskliniken, und die meisten nannten ein Tarifwerk.
Häufige Fragen zu Hebammen: Stellenangebote
Muss ich Hebamme studieren?
Ja, seit 2020 führt nur noch das duale Studium von sechs bis acht Semestern in den Beruf. Wer die frühere fachschulische Ausbildung abgeschlossen hat, darf den Beruf unverändert ausüben, eine Nachqualifizierung ist nicht nötig.
Kann ich als Pflegefachkraft Hebamme werden?
Ja. Eine abgeschlossene Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann berechtigt zum Hebammenstudium, auch ohne Abitur. Das Studium selbst wird dadurch nicht verkürzt.
Angestellt oder freiberuflich?
Beides ist verbreitet, oft auch kombiniert. Angestellte Hebammen arbeiten im Kreißsaal und auf der Wochenbettstation im Schichtdienst mit Tarifbindung. Freiberufliche Hebammen rechnen Vor- und Nachsorge, Kurse und Geburtsbegleitung direkt mit den Krankenkassen ab und tragen ihre Berufshaftpflicht selbst.